On Tour

In der letzten Woche hat es uns in den Norden verschlagen, um genau zu sein nach Helsinki. Die atemberaubende Flora finnischer Städte gibt im Winter schließlich einiges her (…) und wir konnte abseits des Bremerhavener Regenwetters ein wenig Winterluft schnuppern.

Und während wir so durch die Straßen und Parks von Helsinki stromerten, tauchten hinter einem Hügel ein paar Glaskuppeln auf. Auf meine naive Frage hin, ob es sich dabei um Gewächshäuser handele, versuchte mein Freund noch eine schlagartige Änderung unserer Laufrichtung vorzunehmen und meinte lautstark, er hätte jetzt Hunger und wir müssten am anderen Ende der Stadt etwas essen gehen. Das half ihm aber nicht, denn wir hatten den botanischen Garten entdeckt und da das Außengelände Anfang März weniger zum Verweilen einlud, mussten wir in ebendiese Gewächshäuser. Er wurde mit einem krümeligen Schokoriegel vertröstet.

Die pavillonartigen Glasbauten waren miteinander verbunden, wobei jedes Abteil eine eigene Thematik und demzufolge auch ein eigenes Mikroklima hatte. Wir fingen also in den Tropen an und arbeiteten uns durch die Subtropen sowie die Wüsten- und Steinwüstenvegetation. Im Palmenhaus kam richtig Dschungel-Feeling auf und eigentlich hat nur noch der obligatorische Papagei gefehlt. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir einen Flattervogel brauchen, wenn unsere Zimmerpalmen die 3m-Marke knacken. Oder wahlweise ein Äffchen.

 

Sogar Kevin’s großen Bruder haben wir gefunden: Rings um einen kleinen Teich hing der einfach mal ganz gepflegt ab.

Hi Kevin!

Ich hatte es mir unter den strengen Augen der Kameras dort natürlich verkniffen, von allen Pflanzen Ableger abzuknipsen, wollte ja schließlich kein Übergepäck nach Hause schleppen. Meine bessere Hälfte hat dieser Besuch zugegebenermaßen zutiefst verunsichert, denn er erkannte diverse Pflanzen wieder, die im Kleinformat unsere Fensterbretter bevölkern. Nur waren sie hier eben mehrere Meter hoch. Er wischte sich gelegentlich die Schweißperlen von der Stirn und fragte, wie groß denn zukünftig unsere Wohnung inklusive der angrenzenden Gewächshäuser sein sollte. Ich antwortete mit einem präzisen „Och, mal gucken…“

Wir gingen dann erst einmal auf Nahrungssuche.

 

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